Erfahrungsberichte über Windgeneratoren

Für unsere Atlantikrunde hatten wir die perfekte Kombination gefunden. Ein 200 W Air Breeze Windgenerator, der schon bei sehr wenig Wind anfängt, Strom zu liefern, in Kombination mit den Rotorblättern von Silentwind. Ohne diese Flüsterflügel hätten wir sicherlich nachts beim Schlafen den Generator ausgestellt. Ein Air X Windgenerator mit 400 W hätte bei unserem Atlantiktörn unterm Strich sicherlich nicht mehr Energie geliefert, da er auch höhere wahre Windgeschwindigkeiten zum Ladebeginn benötigt hätte. Aber jetzt wollen wir mehr Windenergie und wir werden weniger mit achterlichem Wind segeln und mehr mit wechselhaftem, böigem Wind rechnen müssen. Daher macht dieses Mal eine 400 W Version Sinn.

Da wir für unsere gebraucht gekaufte Kombination gleich nach unserer Rückkehr einen Käufer hatten, müssen wir uns sowieso wieder mit dem Thema beschäftigen. Also was hat sich in der Zwischenzeit auf dem Markt getan?

Welcher wird es denn werden ?

Der Air X hat immer noch einen zu hohen Ladebeginn bei 3,13 m/s

Der Superwind ist immer noch super für Segler die stürmische Gebiete bevorzugen. Für unsere geplante Reise mit der Amazone nicht nötig und mit 12 kg für das schlanke Heck auch eine Nummer zu schwer.

Der Silentwind hatte damals meiner Ansicht nach zu viele negative Bewertungen, soll aber jetzt in der Silentwind PRO Version weniger Probleme bereiten. Zumindest soll der Service super sein, wenn man Ersatzteile, wie z. B. ein neues Lager, benötigt. Von der neuesten Generation des Ladereglers hört man auch nicht mehr von so vielen Problemen, aber die richtige Justierung der Rotorblätter soll immer noch eine Herausforderung sein. Für dieses Problem gibt es neuerdings anscheinend eine überarbeitete Version der Firma Bach-Energiesysteme, die unter dem Namen Spreco auf dem Markt ist.

Bach-Energiesysteme, bzw. Spreco bietet neben der überarbeiteten Nabenscheibe auch eine neue Generation der CFK Rotorblätter zum Austausch für viele Windgeneratoren an. Aber wie sieht es mit ihren ebenfalls neuen eigenen Generatoren Shark S601 und Sharky S401 aus? Von den Daten und Preisen ist der Sharky s401 mit dem Silentwind vergleichbar. Aber bevor ich mir so einen Sharky S401 kaufe und ans Heck für die Langfahrt installiere, möchte ich doch gerne auf Erfahrungsberichte zurückgreifen können. Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht? Bitte melden unter:  ahoi (at) welt-ahoi.de

Wer einen billigen Windgenerator kaufen möchte und auf Ista Breeze stößt, sollte sich lieber erst den folgenden Erfahrungsbericht von der Segelyacht THEMROC durchlesen: https://sy-themroc.de/schiff/vergeigt-und-vergessen/eine-kurze-geschichte-zu-meinen-windgeneratoren/.

Hier ein Auszug: „…Die Teile des dritten Generators ergeben noch ein funktionsfähiges Gerät. Dieses habe ich im Mai 2018 zusammengesetzt. Diesmal habe ich die zentrale Mutter noch mit blauem Loctite festgezogen und das ganze hielt eine Woche. Der komplette Repeller mit Narbe liegt jetzt im Südpazifk vor der chilenischen Küste. Wieder einmal war ich glücklicherweise nicht an Deck, so eine schreiende Kreissäge fällt ja nicht im stillstand ab.

Fazit meines jahrelangen Tests, der mich über 1000€ gekostet hat: Finger weg von dieser Unternehmung! …“

Und noch ein Zitat von SY-Themroc „…Man hat mich gewarnt und mir geraten, an Deck einen Helm zu tragen, am Besten mit Visier. Diesen Hinweis möchte ich allen IstaBreeze Windgeneratorenbesitzern mit auf dem Weg geben. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Teile zerlegt haben.
Nur diesmal ist es anders gewesen und vielleicht hat der Regler damit zu tun. Dieser war sehr fleißig und bremste die Rotoren in den letzten zwei Wochen rechtzeitig ab. Gestern Abend hörte ich wieder einmal ein lautes Peng und Ruhe. Heute morgen dann ein Fundstück, ein Einschlag und die Überraschung. Diesmal hat die Repellerscheibe nicht gelöst, wie in Uruguay, sondern zerlegt. Die Achsenmutter ist noch auf der Generatorwewelle und die Scheibe ist zerbrochen. Das kann auch ins Auge gehen oder eine Hand amputieren. Also Hände weg von diesen qualitativ absoluten schlechten Produkten….“